
Worin besteht der Unterschied zwischen einem Bauklotz - Turm, der höher ist als ein anderer? Für uns liegt diese Antwort auf der Hand: In der Anzahl der gestapelten Bauklötze. Diese Antwort ist für Kinder im Vorschulalter noch nicht nachvollziehbar. Aber auch die Kleinen können ein Gefühl für Zahlen und den Umgang mit ihnen entwickeln und dies durchaus als spannend empfinden. Das Konzept „Komm mit ins Zahlenland“ von Dr. Gerhard Friedrich versucht diesen Aspekt aufzugreifen und fortzuführen.
Einige Pädagogen gehen dennoch davon aus, dass Kinder im Vorschulalter aus entwicklungspsychologischen Gründen noch nicht in der Lage sind, mit Mathematik umzugehen.
Dr. Gerhard Friedrich hat ein didaktisches Konzept mit dem Namen „Komm mit ins Zahlenland“ entwickelt, das darauf abzielt, Kindern den Umgang mit Zahlen näher zu bringen. Das Heranführen der Kinder an die Zahlen wird mittels einer Phantasiereise in das Zahlenland erreicht, wobei Zahlen als lebendige Wesen betrachtet werden.
Die lebendigen Zahlen sollen die Kinder auf spielerische und amüsante Weise dazu veranlassen, sich mit mathematischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen. So werden beispielsweise Zahlengärten angelegt, Bewegungsspiele durchgeführt, musiziert, Märchen erzählt und weitere Dinge, die Kindern Spaß bereiten.
Im Zahlenland bewegen sich Zahlenfiguren über Zahlenwege, vorbei an Zahlengärten und Zahlenhäusern. Es gibt Zahlenmärchen und Zahlenlieder. Bei der Gestaltung der einzelnen Elemente wurde darauf geachtet, das Aussehen der Form der jeweiligen Ziffer nachzuempfinden. So ist die Eins als Zahlentier zum Beispiel ein Hund mit einem Ohr.
Das Ziel ist es, Kindern ein strukturiertes, emotional positives Gesamtbild von mathematischen Zusammenhängen zu vermitteln. Verifiziert wurde der positive Effekt dieses Konzeptes in einem Forschungsprojekt. Nachgewiesen werden konnte, dass in der Altersgruppe von 3- 6 Jährigen nach nur 10 Wochen ein Wissensvorsprung von einem Jahr erzielt werden konnte.
(Quelle: http://www.ifvl.de/Lernziele.html)