Musikpädagogik im Kindergarten

Die Musikpädagogik stellt einen Teilbereich aus der allgemeinen Pädagogik dar, befasst sich mit den Zusammenhängen von Mensch und Musik in Lern-, sowie Vermittlungsprozessen. Die Musikpädagogik ihrerseits kann in Teil- und Spezialgebiete wie zum Beispiel die Musiktherapie und die Instrumentalpädagogik untergliedert werden.

Im Grunde genommen ist es eine Binsenweisheit: Kinder lieben Musik, sie tut ihnen gut, sie lernen viel durch Musik. "Kinder brauchen Musik": So lautet das erste Kapitel eines Buches, das über eine Langzeitstudie mit zwei Berliner Schulklassen berichtet.



Musikalische Bildung

Musik spielt in sozialpädagogischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, also vor allem in Kindergärten und Grundschulen eine immer geringere Rolle. Dabei belegen zahlreiche Studien, dass eine zeitgemäße Förderung der Musikkultur nicht nur musikalische und kulturelle Kompetenz vermittelt, sondern gleichzeitig Gemeinsinn, Kreativität und die Leistung der Kinder steigert. Die Bertelsmann Stiftung versucht, mit kreativen und wissenschaftlich fundierten Lösungen Musik für alle Kinder zugänglich zu machen.

Kinder lernen im Laufe der Zeit einen Ton zu treffen, einen Takt zu halten, rhythmisch zu klatschen und auch zu singen. Ausgehend von ihrer eigenen Musikalität brauchen sie aber, ähnlich wie bei der Entwicklung der Sprache, die Impulse von Erwachsenen.

Musik im Kindergarten

Auch wenn es ein Widerspruch zu sein scheint:  Der Kindergarten scheint mitnichten einer der letzten Orte zu sein, an dem Musik zum festen Bestandteil alltäglichen Lebens gehört: Am Morgen erfolgt eine singende Begrüßung, Geburtstag und Laternenfest  werden singenderweise gefeiert. Singspiele begleiten ein Kind drei bis vier Jahre durch die gesamte Kindergartenzeit hindurch. Aufgrund von jährlich wiederkehrenden Anlässen wie Ostern, dem Martinsfest oder Nikolaus und Weihnachtszeit wird so ein musikalischer Liederschatz angelegt, der mitunter erst mit hohen Jahren seine Bedeutsamkeit zeigt.

Das didaktische Konzept für die Arbeit im Kindergarten besteht darin,  Musik im Tagesablauf fest einzuplanen, beizubehalten und in den Alltag zu integrieren. Leider entspricht dieses Konzept häufiger der  Theorie als der tatsächlichen Praxis. Mit einfachen Mitteln der Improvisation lässt sich eventuell eine praktikable Alltäglichkeit aufbauen, die grundlegend für das Leben eines Kindes werden kann.

Grundlegend ist die Lust an Geräuschen und Klängen bei Kindergartenkindern sehr lebendig ausgeprägt. Spontane Gesänge, Experimente mit Klängen, Vielfalt der Lautäußerungen - in dieser Entwicklungsphase ist all dies noch vorhanden und präsent. Ob nun beim Spielen, Malen oder Rollenspiel - die Kleinen denken sich spontan eigens kreierte Lieder aus.
Spielerische Aktionen wie Autofahren Ponyreiten können dabei von Lautmalereien begleitet werden.

 

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