
"Soziales Lernen" stellt den Versuch dar, die Beziehungen zu Menschen und die Beziehungen zu Sachen so zu verbinden, dass mit ihnen und in ihnen die Kinder ihren Selbstausdruck finden können. Eine hierauf aufbauende pädagogische Kultur befindet sich allerdings noch in den Kinderschuhen.
Ging man bis Anfang der 80er Jahre noch davon aus, dass soziales Lernen ein Prozess sei, der sich neben vielen anderen Entwicklungsprozessen des Kindes wie von allein ablief, so weiß man es heute aufgrund zahlreicher Forschungsstudien besser.
Das soziale Leben von Kindern stellt einen wichtigen Einflussfaktor auf die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, sowie die spätere Integration in die Gesellschaft dar.
In ihrem täglichen Miteinander befassen sich Kinder mit sozialem Lernen und werden durch den Umgang untereinander stark geprägt. Auf diese Weise lernen die Kinder zu erkennen, ob ein Anderer Hilfe braucht, sie zeigen Mitgefühl und erfahren, dass sich manche Aufgaben gemeinsam besser bewältigen lassen. Daher bieten ErzieherInnen den Kindern sehr häufig Aktivitäten an, bei denen sie die Gelegenheit haben, all dies zu lernen. Beispielsweise beim gemeinsamen Kochen oder der Gestaltung des Gruppenraumes im Kindergarten.
Soziales Lernen spielt eine tragende Rolle in unserem Alltag. Wichtig hierbei ist vor allem die Vorbildfunktion der ErzieherInnen.