Verkehrserziehung im Kindergarten

Für Kinder gibt es keinen besseren Ort für das Erlernen von Normen als den Straßenverkehr. Hier können gezielt soziale Verhaltensweisen vermittelt und beobachtet werden. Gerade das richtige Verhalten im Straßenverkehr gilt es zu lehren und zu trainieren. Dafür müssen sich Kinder nicht zwangsläufig in den „realen“ Straßenverkehr begeben. So genannte „Schonräume“ dienen der sanften  Auseinandersetzung und reichen im ersten Schritt aus, um die Kleinen an dieses Thema ranzuführen. Später können die ErzieherInnen mit kleineren und überschaubareren Gruppen in die reale Situation eintauchen.



Tipps für die Praxis:

Sensibilisierung für den Verkehr

Um die Kinder für das Thema Verkehrserziehung sensibilisieren zu können, müssen zunächst Sinneswahrnehmungen gefördert werden. Hier gibt es verschiedene Übungen, die Sie durchführen können. Ziel dieser Übungen ist es, Kinder in folgenden Bereichen zu schulen:

  • Zuordnungen
  • Erkennen von Formen und Farben
  • Koordination von Eindrücken
  • Koordination von Bewegungsabläufen
  • Unterscheiden von Geräuschen

Wissensstand prüfen

Um den derzeitigen Wissensstand der Kinder zu erfahren, ist es notwendig, diese über ihre Haltung zum Verkehr selbst reflektieren zu lassen. So finden Sie heraus, inwieweit ein Basiswissen vorhanden ist, bzw. wo Defizite existieren. 

Eltern und Erwachsene dienen als Vorbild

Weiterhin gilt es, nicht nur die Kinder zu schulen, sondern auch die Eltern mit in die Pflicht zu nehmen. Diese dienen als Vorbild und sollten sich darüber bewusst sein. Welche Erwachsene läuft nicht ab und zu bei roter Ampel über die Strasse, währenddessen eine Mutter mit ihrem Kind daneben steht.

Alltagssituation aufarbeiten

Um Ihre Schützlinge besser verstehen zu können, sollten Sie sich in die Alltagssituationen von Kindern hineinversetzen, was konkret bedeutet, dass Sie nach positiven und negativen Erfahrungen der Kinder im Straßenverkehr fragen und diese durch beispielsweise Projektarbeit nachempfinden.

Vermittlung von Normen durch Verkehrspolizisten

Einen weiteren wichtigen Punkt stellt die Vernetzung der Kindergärten mit ihrem Umfeld dar. So können zum Beispiel Verkehrspolizisten ihre Erfahrungen an die Kinder weitergeben und nützliche Tipps vermitteln. Hier steht die Vermittlung von Normen im Vordergrund, die durch eine Autoritätsperson kommuniziert werden soll.

Praxisbezug

Führen Sie Kinder soweit es geht, praxisnah an das Thema Verkehr heran. Verkehrsmaterialien wie Lernspiele oder Bücher haben zwar auch einen pädagogischen Wert, diese können aber die persönlichen Erfahrungen nicht ersetzen. Nachdem Sie Sensibilisierungsübungen durchgeführt haben, können Sie in den wahren Straßenalltag eintauchen und so wichtige Erfahrungen vermitteln. Achten Sie darauf,  eine überschaubare und kontrollierbare Anzahl von Kindern im Verkehralltag zu schulen, nur so können Sie Ihrer Aufsichtspflicht nachkommen.

 

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