Die Kinder- und Jugendpsychiatrie befasst sich mit verschiedenen psychischen, psychosomatischen und neurologischen Krankheiten und deren Diagnostik, Therapie und Prävention. Wie der Name schon sagt, stehen hier Kinder und Jugendliche mit diesen Krankheiten im Mittelpunkt. Für deren Betreuung braucht man speziell geschultes Personal, darunter auch Fachkräfte für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Die Qualifikation für diesen Beruf erreicht man in der Regel über eine Weiterbildung – meist für Erzieherinnen und Erzieher. Voraussetzung ist normalerweise eine entsprechende erzieherische Ausbildung und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Meist findet diese Weiterbildung berufsbegleitend statt und dauert im Schnitt etwa zwei Jahre. Dabei geht es darum, die verschiedenen Kompetenzen einer Erzieherin oder eines Erziehers auszubauen und zu erweitern – in den Bereichen der Pädagogik, Psychologie, Pflege und auch Medizin.
Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Fachkräfte dann speziell für die Betreuung – also die Erziehung und Pflege – von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen qualifiziert. Mit der Weiterbildung werden Schlüsselqualifikationen erlernt, die für den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie von Bedeutung sind. In diesem Teilgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie stehen gerade pädagogische Fragen deutlicher im Vordergrund als in anderen psychiatrischen Bereichen, da Kinder und Jugendliche und deren Entwicklung der zentrale Punkt sind.