Motopädie

Die Motopädie setzt in erster Linie auf die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche eines Menschen. Das bedeutet, dass die Bewegung als ein zentraler Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen verstanden wird. Damit kommt die Motopädie natürlich gerade bei Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Entwicklungsphasen zum Einsatz. Durch die Bewegung und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper sollen Kinder und Jugendliche ihren eigenen Körper bewusster wahrnehmen. So lernen sie sich und ihre Persönlichkeit besser kennen – so der Ansatz der Motopädie.



Unterrichts- u. Therapieform

Die Motopädie ist also sowohl Unterrichts- als auch Therapieform und sie setzt dabei sowohl pädagogische als auch psychologische, sportwissenschaftliche und zum Teil auch medizinische Kenntnisse ein. Um diese Kenntnisse zu erlangen, gibt es die Möglichkeit einer Weiterbildung zum Motopäden oder zur Motopädin.

Einsatzbereiche

Motopäden arbeiten oft mit Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen zusammen, deren Wahrnehmungs- oder Bewegungsvermögen eingeschränkt ist. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich also auf die folgenden Einrichtungen:

  • Rehakliniken
  • psychiatrischen Einrichtungen
  • Pflegeeinrichtungen
  • Facharztpraxen
  • Kindergärten
  • Krankenhäusern

Ausbildung

Die Ausbildung zum Motopäden oder zur Motopädin läuft über eine Weiterbildung, die sowohl berufsbegleitend als auch in Vollzeit stattfindet und je nach Unterrichtsart zwischen einem und zwei Jahren dauert. Um an einer Weiterbildung im Bereich Motopädie teilnehmen zu können, muss man in der Regel eine Ausbildung im Sozial- und Gesundheitswesen nachweisen – also eine sozialpädagogische, heilpädagogische, pflegerische oder therapeutische Ausbildung. Darüber hinaus muss man auch über eine gewisse Qualifikation aus den Bereichen Tanz, Sport oder Psychomotorik verfügen. Auch eine mindestens einjährige Berufserfahrung ist in der Regel Pflicht.

 

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