
Wie der Name schon sagt, spielt die Natur in der Naturpädagogik die Hauptrolle. Bei dieser Art der Pädagogik geht es darum, dass Kinder und Jugendliche am eigenen Leib die Natur erleben. Sie sollen sie mit allen Sinnen erfassen können und so einen direkten Bezug zur Natur aufbauen. Gerade in einer Zeit, in der viele Kinder in Städten kaum noch in Kontakt mit echter und unberührter Natur kommen, ist diese Art der Pädagogik nicht nur sinnvoll, sondern auch ein tolles Erlebnis für die Kinder. Viele Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit vor dem Fernseher oder dem Computer und haben gar nicht die Möglichkeit, Natur am eigenen Leib kennen zu lernen.
Ziel der Naturpädagogik ist es, die Kinder und Jugendlichen an die Natur heranzuführen und sie zu einem respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu erziehen. Mit der Naturpädagogik wird ein Grundstein gelegt für ein Bewusstsein, durch das die Kinder, auch wenn sie erwachsen geworden sind, der Natur mit Achtung gegenüberstehen.
Eine spezielle Form der Naturpädagogik ist die so genannte Waldpädagogik. Bei ihr steht der Wald als natürlicher Lebensraum im Mittelpunkt. Gerade in Nationalparks oder Waldgebieten in oder um Ballungsgebiete wird von der Waldpädagogik häufig Gebrauch gemacht, um Kindern und Jugendlichen das lebenswichtige Ökosystem Wald näher zu bringen.
Eine besondere Form der Waldpädagogik und der Naturpädagogik sind so genannte Waldkindergärten. Ein Waldkindergarten wird oft auch als Kindergarten ohne Dach und Wände bezeichnet: Die Kinder sind mit ihren Erzieherinnen und Erziehern immer im Freien – bei jedem Wetter (außer bei unzumutbaren Witterungsbedingungen). In Waldkindergärten wird in der Regel auch auf konventionelles Spielzeug verzichtet. Die Kinder sollen in der Natur ihr Spielzeug finden oder sich selbst ihr Spielzeug bauen.