Spiel- und Erlebnispädagogik

Die Erlebnispädagogik ist eine Ergänzung oder auch Alternative zu traditionellen Formen der Pädagogik. Sie setzt auf das Erleben als das zentrale Element in Erziehung und Bildung. Meistens wird das Wort Erlebnispädagogik gleichgesetzt mit verschiedenen „natursportlichen“ Unternehmungen – sprich mit Aktivitäten im Freien und in der Natur. Das können zum Beispiel Wanderungen, Klettern, Kanufahrten u. v. m. sein. Dabei ist nicht nur das Erleben für die Erlebnispädagogik wichtig, sondern auch ein gewissen ökologischer Grundgedanke spielt hier mit rein.



Trainieren sozialer Fähigkeiten

Vor allem bestimmte soziale Fähigkeiten sollen mit Hilfe der Erlebnispädagogik trainiert werden: Bei Aktivitäten in der Gruppe wird zum Beispiel die Konfliktfähigkeit verbessert, da bei solchen Unternehmungen sehr häufig Konflikte auftreten, die es zu überwinden gilt. Auch das Helfen und das Sich-Helfen-Lassen sind ein Element, das die Erlebnispädagogik trainieren kann. Darüber hinaus kann sie das Selbstwertgefühl einzelner stärken, ein Körperbewusstsein gefunden und bestimmte Werte vermittelt werden. Für viele Kinder und Jugendliche bietet die Erlebnispädagogik auch einen Rahmen, in dem sie lernen, sich selbst realistisch einzuschätzen und ihre Rolle innerhalb einer Gruppe zu finden.

Einsatzgebiete

Die Erlebnispädagogik findet in vielen Bereichen Anwendung. Zum Beispiel in der in der Jugend- und Heimarbeit, bei Straffälligen oder Drogenabhängigen als Therapieform, als Bestandteil der Arbeit mit Behinderten, in Firmen und Betrieben oder im schulischen Ergänzungsbereich – und natürlich in Kindergärten und Kindertagesstätten. Oft wird bei erlebnispädagogischen Aktivitäten mit Grenzerfahrungen gearbeitet und die Gruppe in den Mittelpunkt des Handelns gestellt, wobei die Rücksichtnahme auf das schwächste Glied eine wichtige Rolle spielt. Gerade für Kinder und Jugendliche, die sich noch in der Entwicklungsphase ihrer eigenen Persönlichkeit befinden, kann die Erlebnispädagogik einen entscheidenden Beitrag bei dieser Entwicklung leisten. Deshalb ist der Einsatz der Erlebnispädagogik in Kindergärten und Kindertagesstätten sinnvoll. Wenn ein Kind schon im Kindergarten lernt, sich selbst besser einzuschätzen, auf die Gruppe Rücksicht zu nehmen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, dann profitiert das Kind ein ganzes Leben lang von diesen Erfahrungen.

Interessante Weblinks:

  • Der Informationsdienst Erlebnispädagogik bietet eine umfassende Aus- und Weiterbildungsbank, soziale Trainings, Literatur und eine Jobbörse
    www.erlebnispaedagogik.de
  • Der deutsche Bildungsserver bietet Informationen und Literaturempfehlungen zum Thema Spielpädagogik.
    dbs.schule.de

 

 

Die Fernkurs-Spezialisten der Kindergartenakademie