Waldorfpädagogik

Der Vater der Waldorfpädagogik ist Rudolf Steiner, der 1919 in Stuttgart im Auftrag der Waldorf-Astoria-Zigarettendabrik einen Kindergarten für die Arbeiterkinder gründete. Er wandte dort eine neue Art der Pädagogik an, die später dann als die Waldorfpädagogik bekannt wurde. Im Mittelpunkt der Waldorfpädagogik steht das Prinzip der Nachahmung, da die Waldorfpädagogen davon ausgehen, dass jedes Kind am meisten dadurch lernt, dass es nachahmt, was ihm vorgelebt wird.

Im Laufe der Zeit hat sich diese Art der Pädagogik immer weiter durchgesetzt. Über die ganze Welt verstreut gibt es mittlerweile etwa 1600 Waldorf-Kindergärten und über 900 Waldorfschulen. Bei der Erziehung und dem Lernen in diesen Einrichtungen spielen Freude und Bewegung eine zentrale Rolle. Die Kinder sollen spielerisch lernen und aus Spaß an dem Neuen und ihrer natürlichen Neugier das Gelernte besser behalten.



Dreigliedrigkeit des Menschen

Die Waldorfpädagogik geht von einer Dreigliedrigkeit des Menschen aus: Demnach besitzen die Menschen Fähigkeiten aus drei Bereichen:

  1. Das Denken (intellektuell-kognitiv)
  2. Das Fühlen (künstlerisch-kreativ)
  3. Das Wollen (handwerklich-praktisch)

Daher gibt es an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten im Vergleich mit ähnlichen Einrichtungen viel mehr kreative und handwerkliche Angebote.

Ausbildung

Für Erzieherinnen und Erzieher gibt es zwei Möglichkeiten, die Qualifikation für eine Arbeit in einer Waldorf-Einrichtung zu erhalten: Die eine Möglichkeit ist eine Ausbildung an einer staatlich anerkannten Fachschule für Sozialpädagogik im Rahmen eines Waldorfkindergartenseminars. Der grundständigen Ausbildung, die zwei Jahre dauert, folgt dann ein Anerkennungsjahr in einem Waldorfkindergarten. Die Zugangsvoraussetzung für eine solche Ausbildung ist in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss und Vorerfahrung in einem Waldorfkindergarten (Praktikum).

Die zweite Möglichkeit, sich für eine Waldorfeinrichtung zu qualifizieren, sind berufsbegleitende Blockkurse nach einer Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher. Auch hier gibt es nach der Ausbildung ein Anerkennungsjahr in einem Waldorfkindergarten, in dem die Erzieherin oder der Erzieher zeigen soll, dass sie oder er mit der Waldorfpädagogik vertraut ist und umgehen kann.

Interessante Weblinks

Informationen zur Waldorfpädagogik, Weiterbildungsmöglichkeiten und Einrichtugen der Waldorfpädagogik finden Sie auf folgenden Seiten:
www.waldorfkindergarten.org/
www.waldorfschule.info/

Die Fernkurs-Spezialisten der Kindergartenakademie