Erziehungsberatungsstellen unterstützen Eltern

Erziehungsprobleme mit den eigenen Kindern sind alltäglich. Dauern diese aber länger an oder sind zu massiv, um sie selber in den Griff zu bekommen, sollte man sich um Hilfe bemühen. Erziehungsberatungsstellen in Deutschland bieten Eltern und Erziehungsberechtigten Unterstützung bei Erziehungsfragen an. Dabei geht es keineswegs nur um extrem schwierige Fälle, sondern um alltägliche Sorgen und Nöte von Eltern und Kindern:

  • Konstellation einer Patchworkfamilie
  • häufiger Streit der Geschwister
  • Respektlosigkeit gegenüber den Eltern
  • Scheidung und Trennung und den daraus resultierenden Folgen für die Kinder


Kostenlose Hilfe vor Ort

Es gibt über 1.000 Erziehungsberatungsstellen in Deutschland, an die man sich im Bedarfsfall wenden kann. Hier betreuen einen speziell weitergebildete Sozialpädagogen und Psychologen zu Erziehungsthemen oder Familienproblemen. Die Beratungsstellen sind meist vor Ort; ein Verzeichnis der Erziehungsberatungsstellen findet man beim Jugendamt oder der Stadt. Die Beratungen sind vertraulich und kostenlos, alle Berater unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.

LAG - Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung

Für Eltern in NRW kann auch die LAG interessant sein: die Erziehungsberatungsstellen haben sich hier in dem Fachverband „Die Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung“ zusammengeschlossen und repräsentieren alle Mitarbeiter in den Erziehungsberatungsstellen von NRW.

Virtuelle Beratungsstellen

Seit 2003 gibt es auch virtuelle Beratungsstellen im Internet. Diese sind vor allem interessant für Personen, die beruflich stark eingebunden sind oder eine höhere Hemmschwelle haben, die Vor-Ort-Beratung aufzusuchen.

Probleme gemeinsam lösen

Heutzutage wird die Inanspruchnahme der Beratung zum Glück nicht mehr gleichgesetzt mit der Unfähigkeit zu erziehen. Das Gegenteil ist der Fall – nur wer erkennt, dass Probleme in der Familie vorliegen, kann sie gemeinsam mit Hilfe der professionellen Berater lösen. Man sollte sich deshalb nicht scheuen, die Erziehungsberatung aufzusuchen – der objektive Blick von außen verhilft oft zu neuen Einblicken. Eltern können so die aktuelle Situation in einem neuen Umfeld reflektieren und Zusammenhänge erkennen, die vorher nicht klar waren.

Das kann die belastende Situation der allein erziehenden Mutter sein, die sich überfordert fühlt, die Probleme mit dem hyperaktiven Kind oder die massive Eifersucht des älteren Geschwisterkindes auf das Neugeborene. Ebenso können Sorgen wie der Tod eines Elternteiles oder die bevorstehende Trennung mit den Mitarbeitern besprochen werden. Bei einer Scheidung ist es wichtig, zum Wohl des Kindes, früh genug zu reagieren – denn diese ist für Kinder eine unglaublich hohe Belastung, die es aufzufangen gilt. Natürlich kann man sich auch Ratschläge zu allgemeinen Erziehungsfragen holen oder präventive Tipps vor der Geburt des ersten Kindes.

Ziele der Erziehungsberatung

  • mit neuen Situationen vertraut werden
  • alltagsnahe Lösungen entwickeln
  • ein besseres Verständnis für bekommen
  • die eigene Erziehungshaltung hinterfragen