Kinder mit Behinderung

Behinderungen lassen sich grob in folgende Bereiche einteilen:

  • körperliche Behinderung
  • Sinnesbehinderung (Blindheit, Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Taubblindheit)
  • Sprachbehinderung
  • psychisch-seelische Behinderung
  • Lernbehinderung
  • geistige Behinderung

Wenn eine oder mehrere Formen von Behinderung von Geburt an vorhanden oder im Kindesalter erworben sind, müssen sich die Eltern notwendigerweise über die geeignete Form der Betreuung und Bildung informieren.



Frühförderung

Gerade bei behinderten Kindern ist die Frühförderung besonders wichtig, denn hier gilt: Frühe Hilfen sind wirksam. Die wichtigsten Phasen der kindlichen Entwicklung nämlich, in denen sich auch das Gehirn sehr schnell entwickelt, sind bereits in den ersten Lebensjahren anzusiedeln. In dieser Zeit kann es gelingen, Beeinträchtigungen in einzelnen Bereichen durch gezielte Förderung auszugleichen. Die Notwendigkeit zur Frühförderung betrifft nicht nur die Entwicklung des Gehirns. Auch in den Bereichen Bewegung, Sprache und Sozialverhalten werden schon früh wichtige Grundlagen gelegt. Durch gezielte Frühförderung können Rückstände in einigen Bereichen durchaus aufgeholt werden. Abwarten ist hier die fasche Strategie – lieber Handeln, und zwar: Je früher, desto besser!

Hausfrühförderung

Wird eine Behinderung rechtzeitig erkannt, so hat das Kind bis zum Alter von drei Jahren die Möglichkeit zur so genannten Hausfrühförderung. Dabei kommt das Förderpersonal ins Elternhaus oder die Eltern besuchen gemeinsam mit dem Kind die regionale Förderstelle. In den darauf folgenden Jahren findet die Frühförderung im Kindergarten statt, wobei mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen.