Kinder mit Autismus

Autismus äußert sich in einer übermäßig starken Selbstbezogenheit und damit einhergehenden Störungen im zwischenmenschlichen Verhalten und in der Kommunikation. Die Krankheit betrifft zwei bis vier von 10.000 Kindern. Jungen leiden in etwa dreimal häufiger an Autismus als Mädchen. Unterscheidungen sind je nach Schweregrad der Krankheit möglich: Neben psychogenem und somatogenem Autismus gibt es das so genannte Kanner- und das Asperger Syndrom.



Ursachen

Die Ursachen von Autismus liegen vor allem in körperlichen Faktoren: Schuld sind zumeist genetische und neurobiologische Veränderungen. In manchen Fällen tragen psychologische Aspekte zur Krankheit bei.

Symptome

Die betroffenen Kinder verhalten sich meist schon im Säuglingsalter auffällig, zum Beispiel durch mangelnde Kontaktaufnahme zu Bezugspersonen. Bereits als Kleinkinder zeigen sie kaum Nachahmungsverhalten und haben so gut wie kein Interesse daran, Freundschaften mit Gleichaltrigen zu knüpfen. Zudem ist bei autistischen Kindern die Entwicklung von Sprache und Kreativität gestört.

Behandlung

Autismus wird vor allem durch Verhaltenstraining behandelt, welches auch die Eltern stark mit einbindet. Hinzu kommen Logopädie, Krankengymnastik sowie Medikamente zur Linderung spezifischer Symptome. Einige Fälle erfordern gar im Erwachsenenalter eine Betreuung in geeigneten Einrichtungen.

Integration in KiTa

Modellversuche mit nichtbehinderten und behinderten (darunter autistischen) Kindern haben ergeben, dass für eine erfolgreiche Integration im Kindergartenbereich bestimmte Bedingungen wichtig sind. Darunter die Schaffung kleiner Gruppen und räumliche Rückzugsmöglichkeiten sowie speziell ausgebildete Betreuer. Diese sollen dem autistischen Kind seine Umgebung verständlich machen und zugleich dessen Entwicklung und Integration unterstützen und den anderen Kindern die Scheu vor der „Andersartigkeit“ nehmen.

Interessante Weblinks:

Nützliche Informationen und Hilfestellung gibt es bei Autismus Deutschland e.V., www.autismus.de.