Kinder mit Sehbehinderung

Zur vorschulischen Betreuung haben Kinder mit Sehbehinderung folgende Möglichkeiten: Sie können einen normalen Kindergarten, den so genannten Regelkindergarten besuchen oder einen Sonderschulkindergarten (heilpädagogischen Kindergarten).

Meist ist es sinnvoll, einen wohnortnahen Kindergarten zu besuchen, der integrativ arbeitet und entsprechende Voraussetzungen erfüllt. Ein informativer Besuch zusammen mit dem Kind sowie ein klärendes Gespräch vor Ort können hier hilfreich sein.



Frühförderung

Kinder mit Sehschädigung haben in allen Bundesländern einen Anspruch auf Frühförderung. Dies betrifft blinde, sehbehinderte und mehrfachbehinderte Säuglinge und Kleinkinder im Vorschulalter (zwischen 0 und sechs Jahren). Eine sogenannte Hausfrühförderung bietet normalerweise die Frühförderstelle der wohnortnahen Sehbehinderten- bzw. Blindenschule. Dort können die Eltern einen formlosen Antrag auf Frühförderung stellen. Eine ärztliche Bescheinigung kann das Verfahren deutlich vereinfachen. Prinzipiell gilt: Je früher die Förderung beginnt, desto besser kann die Entwicklung des Kindes durch geeignete Maßnahmen beeinflusst werden. Eventuelle Entwicklungsverzögerungen können so gemindert oder gar vermieden werden. Die Frühförderung ist in der Regel kostenlos.

Allgemeine Informationen:

Prof. Lea Hyvärinen, international renommierte Augenärztin und Frühförderin aus Finnland, die vor 20 Jahren Meilensteine in der Frühförderung gesetzt hat (Einschätzung des Sehens im Kindesalter für Frühbetreuung und Sonderpädagogik).

Internet: www.lowvision-stiftung.de

Weitere Informationen:

  • Arbeitsstelle Frühförderung Bayern (Frühförderung entwicklungsgefährdeter Kinder)
  • Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (Frühförderung von behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern)
  • Private Schule für mehrfachbehinderte Blinde und Sehbehinderte München
  • Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg