Tourette Syndrom

Das Tourette Syndrom, benannt nach dem französischen Arzt Gilles de la Tourette ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die sich durch das Auftreten von so genannten Tics äußert.

Symptome

Diese Tics sind in der Regel unwillkürliche, rasche, plötzlich auftretende und unter Umständen sehr heftige Bewegungen, die immer wieder in gleicher Weise – sowohl einzeln als auch serienartig – auftreten können. Dazu gehören ungewollte verbale Äußerungen ebenso wie Ausrufe oder andere Geräusche.



Nach zahlreichen falschen Diagnosen in den Jahrzehnten davor, trat die Krankheit in den 1990er Jahren in Deutschland verstärkt in das öffentliche Interesse. Die für das Tourette Syndrom typischen Tics treten häufig im Alter von etwa sieben Jahren zum ersten Mal auf. Bis etwa zum 14. Lebensjahr sind sie voll ausgereift – in der Pubertät stellt man oftmals eine Verstärkung fest. Bei 70 Prozent der Betroffenen lässt die Intensität und Häufigkeit der Tics zwischen dem 16. und dem 26. Lebensjahr wieder nach. Doch die meisten Betroffenen müssen lebenslang versuchen, mit den Symptomen der Krankheit zurechtzukommen; nur bei wenigen verschwinden die Tics im Erwachsenenalter ganz.

Kinder mit Tourette

Kinder mit Tourette Syndrom leiden oft an Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, was vor allem in der Schule zu Problemen führt. Eine völlige Heilung ist derzeit nicht möglich, allerdings kann das Tourette Syndrom durch geeignete Therapieformen behandelt werden. Hierzu sollte man den fachlichen Rat von Ärzten, Psychiatern oder Nervenärzten einholen. 

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