Diphtherie

Diphtherie ist eine akute Infektionserkrankung, die vereinzelt lebensbedrohlich ablaufen kann. Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung beträgt im Durchschnitt zwei bis fünf Tage, seltener auch acht Tage.

Übertragung

Sie wird durch ein toxinbildendes Bakterium ausgelöst, das hauptsächlich beim Menschen vorkommt. Die Übertragung dieses Erregers erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also zum Beispiel durch Husten, Niesen und Küssen.



Symptome

Innerhalb weniger Tage stellt sich ein allgemeines Krankheitsgefühl ein, das sich durch Fieber, Hals-, Bauch- und Gliederschmerzen bemerkbar macht.

Verlauf

Die häufigste Variante ist die Rachendiphtherie, die mit einer hochroten Entzündung und grau-weißlichen Belägen einhergeht. Die Entzündung der infizierten Regionen, also der Mandeln sowie des Hals-Nasen- Rachenraums führt zum Absterben des Gewebes. Die Toxine wirken auch auf Organe ein, die von der eigentlichen Entzündungsstelle weiter entfernt liegen, wie zum Beispiel Herz, Niere oder Leber. Bei diesen gefährlichen, toxischen Verläufen der Krankheit führt das Bakterium zu Herzmuskelentzündung, Lähmungen oder auch Leber- und Nierenfunktionsstörungen.

Vorbeugung

Heutzutage ist die Diphtherie dank der Entwicklung eines Gegengifts weniger gefährlich als früher. Auch die Impfung hilft, gegen Diphtherie vorzubeugen. Seit 2001 zählt Diphtherie in Deutschland zu den meldepflichtigen Krankheiten.