Das zweite halbe Jahr

Das Kind sagt die ersten Worte und macht Stehversuche

Genauso rasant geht die Entwicklung des Kindes in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres voran. Bedeutende Fähigkeiten aus den im ersten Halbjahr genannten Bereichen werden nun erlernt bzw. optimiert. Im Folgenden eine genauere Beschreibung der einzelnen Entwicklungsphasen:

Mit sieben Monaten…

…haben die meisten Kinder gelernt, ohne fremde Hilfe zu sitzen. In einer schwingenden Bewegung greifen sie nun immer öfter nach Dingen. Sie imitieren die Sprache zunehmend und haben begonnen zu plappern. Die Hälfte aller Kinder ist in der Lage, einzelne Silben zu wortähnlichen Gebilden zu verbinden. Viele beginnen zu krabbeln oder zu robben.



Mit acht Monaten…

…können viele Kinder problemlos „Mama“ und „Papa“ sagen – eine Zuordnung dieser „Namen“ ist allerdings noch nicht möglich. Die meisten fangen zu krabbeln an und können Objekte von einer Hand in die andere legen! Die Hälfte aller Kinder kann jetzt stehen, wenn sie sich dabei an etwas festhalten. Jetzt krabbeln viele Kinder schon richtig gut und deuten zunehmend auf Objekte. Einzelne Kinder ziehen sich nun schon selbst in den Stand und laufen um Möbel herum, die ihnen gleichzeitig als Stütze bei den ersten Laufübungen dienen.

Mit neun Monaten…

…schaffen es die meisten Kinder nun endgültig, einzelne Silben zu wortähnlichen Gebilden zu verbinden. Wenn sie sich festhalten können, stehen sie auch schon selbstständig. Für etwa die Hälfte der Kinder im Alter von neuen Monaten ist es kein Problem Objekte mit Hilfe des „Zangengriffs“, also mit Daumen und Zeigefinger, aufzuheben.

Mit zehn Monaten…

…haben nun fast alle Kinder gelernt, zum Abschied zu winken und Dinge mit dem Zangengriff aufzuheben. Sie krabbeln jetzt gut und laufen um Möbel herum. Mit zehn Monaten ist die Hälfte der Kinder in der Lage, „Mama“ und „Papa“ zum jeweiligen Elternteil zu sagen. Ebenfalls die Hälfte antwortet bereits auf ihren Namen und versteht die Bedeutung eines „Nein“ und kann die eigenen Wünsche mittels Gesten deutlich machen.

Mit elf Monaten…

…sind nahezu alle Kinder fähig, „Mama“ und „Papa“ dem richtigen Elternteil zuzuordnen. Sie üben sich in Klatschspielen und für viele ist es nun kein Problem mehr kurze Zeit, alleine und ohne Festhalten zu stehen. Etwa fünfzig Prozent der Kinder können im Alter von elf Monaten die Aktivitäten anderer imitieren und haben gelernt, Objekte in Behältnisse zu legen.

Mit zwölf Monaten…

…haben nun die meisten Sprösslinge gelernt, Aktivitäten anderer nachzuahmen. Sie plappern zunehmend und lassen wortähnliche Geräusche verlauten. Die meisten Kinder sind nun in der Lage, Wünsche mit Gesten zu bedeuten. Die Hälfte aller Kinder machen im zwölften Monat bereits ihre ersten Schritte und haben schon ein weiteres Wort – abgesehen von „Mama“ oder „Papa“ gesagt. Außerdem können rund fünfzig Prozent nach einem Jahr schon Einiges verstehen sowie auf einfache Anweisungen reagieren.