Entscheidend ist die Konzeption und der pädagogische Ansatz

Ein Kernpunkt bei der Entscheidung für den richtigen Kindergarten ist sicher das Konzept. Hierzu zählen auch die Gruppengröße und die Anzahl der Mitarbeiter in dem Kindergarten bzw. Betreuer pro Gruppe. Eine Faustregel des Kinderbetreuungsnetzwerks der Europäischen Union empfiehlt einen Pädagogen für sechs bis acht Kinder und höchstens 15 Kinder pro Gruppe. Bei der pädagogischen Konzeption sollte man sich ein wenig Zeit lassen, da es hier sehr unterschiedliche Angebote gibt. Hier die wichtigsten Formen – neben den  kirchlichen Trägern - im Überblick:




Montessori Kindergarten

Die Kernpunkte in dem nach Maria Montessori benannten Montessori Kindergarten sind das „Be-greifen“ und die Eigenverantwortung der Kinder. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist der Leitsatz des Montessori Kindergartens – dies geschieht durch speziell ausgebildete Pädagogen und mit kindgerechtem Lernmaterial, das auf alle Sinne der Kinder ausgerichtet ist.

Waldorf Kindergarten

Den Waldorf Kindergärten liegt das anthroposophische Menschenbild zugrunde. Künstlerische und musische Aktivitäten werden gefördert, die Kinder ermuntert, sich selbst und ihre Umwelt wahrzunehmen und zu erleben. Der wichtigste Ansatz in der Waldorf-Pädagogik ist die Nachahmung. Das Handeln und Schaffen der Erzieher/-innen soll den Kindern als Vorbild dienen. Der Waldorf Kindergarten ist teilweise angegliedert an eine Waldorf Schule, häufiger ist er jedoch eine eigenständige Einrichtung.

Kinderläden

Durch Elterninitiativen gegründet, sind Kinderläden als Vereine organisiert. Sie erhalten dadurch auch öffentliche Fördermittel. Kinderläden fordern einen hohen Einsatz und Mitarbeit der Eltern, dafür hat man hier auch ein hohes Mitspracherecht. Der Name Kinderladen leitet sich daraus ab, da viele in ehemaligen Geschäftsräumen untergebracht sind. In der Regel müssen die Verwaltung und Instandhaltung ehrenamtlich geregelt werden.

Waldkindergarten

Für Naturverbundene könnte der Waldkindergarten eine Alternative darstellen. Ob Regen, Schnee, Sonne oder Kälte – die Kinder spielen meistens draußen in angemessener Kleidung. Sie erfahren so hautnah die Natur, können sich austoben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Spielzeug gibt es im Waldkindergarten nicht. Oft genannter Vorteil: die Kinder werden durch die Abhärtung viel seltener krank, als „normale“ Kindergartenkinder.

Integrativer Kindergarten

Hier werden behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut. So erlernen die Kinder soziale Kompetenzen wie Rücksicht zu nehmen, Andersartigkeit zu akzeptieren und ein Verantwortungsgefühl aufzubauen. Kinder mit besonderem Förderbedarf lernen von den anderen, bauen Freundschaften auf und lernen sich durchzusetzen. Die erlernten sozialen Komponenten fördern die Toleranz aller Kinder.