Friedrich Fröbel

Der deutsche Pädagoge war ein Schüler Pestalozzis und entwickelte schon während seiner Lebzeit ein pädagogisches Konzept, das wir heute als Kindergarten kennen. Fröbels Bestreben war es, einen Ort für Kinder im Vorschulalter zu schaffen, in dem sie mit anderen Kindern ihrer Altersgruppe zusammentreffen und unter der fachkundigen Aufsicht eines Erziehers gefördert, umsorgt und gefordert werden.

Pestalozzis  "experimentelle Schule"

In seiner Funktion als Hauslehrer und Erzieher kam der gelernte Forstwirt und Naturwissenschaftler Fröbel in Kontakt mit der Lehre Pestalozzis. Und zwar in Pestalozzis „experimenteller Schule“ in der Schweiz, wo Fröbel von 1831 an drei Jahre lang Eindrücke sammelte und sein Wissen erweiterte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland setzte sich Fröbel weiterhin mit der Erziehung von Vorschulkindern auseinander und produzierte altersgerechtes Spielmaterial.



Kindergarten

Im Jahr 1837 folgte die Eröffnung der ersten „Pflege-, Spiel- und Beschäftigungsanstalt“ in Blankenberg, die 1840 unter dem Namen „Kindergarten“ nach Keilhau verlegt wurde. Auf der Tagesordnung des damaligen Kindergartens standen altersgerechte Bewegungs- und Geistesspiele in Gruppen, Sprüche, Lieder und erste Berührungen mit der Natur. Alle Kinder sollten ihrem Alter entsprechend angeregt und angeleitet werden.

Es folgte die Gründung des „Allgemeinen deutschen Kindergartens“ und die Einführung von so genannten Kindergärtnerinnenkursen. Durch weitere Veröffentlichungen und Vortragsreisen machte Fröbel sein Konzept im ganzen Land bekannt. Nach Fröbels Tod 1852 wurde die Idee seines Kindergartens von anderen Pädagogen aufgriffen. Es bildeten sich Einrichtungen in ganz Deutschland. Die Fröbel-Schülerin Margarethe Schurz gründete 1856 den ersten Kindergarten in Wisconsin, USA. Auch dort etablierte sich das Angebot für Vorschulkinder.