Der Schweizer Wissenschaftler gilt bis heute als Wegbereiter der modernen Pädagogik. Zentraler Aspekt seines Schaffens war der Blick auf den einzelnen Schüler und dessen Entwicklung. Pestalozzi ging es um die persönliche Ansprache von Kindern im Klassenverband oder einer anderen Form der Gemeinschaft. Sobald Defizite oder Schwächen sichtbar wurden, strebte Pestalozzi die intensive Auseinandersetzung und Förderung jedes Einzelnen an. Ziel seines ganzheitlichen Ansatzes war es, den Menschen zu stärken und ihm zur Selbsthilfe zu verhelfen. Seiner Meinung nach sollten schon Kleinkinder intellektuell, sittlich-religiös und handwerklich gefördert und gefordert werden.
Pestalozzi war kein zurückgezogen arbeitender Forscher: beeinflusst von den Theorien des Aufklärers Jean-Jacques Rousseau, gründete Pestalozzi 1799 eine „experimentelle Schule“, die er bis 1825 selbst leitete. Von vielen wird diese Schule, in der Schüler aller sozialen Schichten unterrichtet wurde, als Vorläufer unserer heutigen integrierten Gesamtschule betrachtet.
Besonderen Wert legte Pestalozzi neben der Vermittlung schulischen Wissens auf die Ausbildung der sozialen Fähigkeiten seiner Schüler:
Seine Projekte für die Armen finanzierte der Schweizer durch die Veröffentlichung seiner volksnahen Erziehungsratgeber.