Montessori Dachverband e.V.

In Deutschland gibt es etwa 600 Kindertagesstätten (Kinderhäuser), die das Prinzip der Montessori- Pädagogik anwenden. Diese besondere Form der Pädagogik, die von der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952) entwickelt wurde, definiert die Rollen von Lehrern und Schülern neu. Sie setzt in erster Linie auf den Forscher- und Entwicklungsdrang des Kindes – und damit steht das selbstbestimmte Lernen im Vordergrund aller Montessori-Einrichtungen. Vom Montessori- Kindergarten bis zur Montessori-Schule.

Entwicklung in Deutschland

In Deutschland haben sich die ersten Montessori-Häuser ab 1914 gegründet. Im Jahr 1925 wurde die Deutsche Montessori Gesellschaft ins Leben gerufen, die während der Zeit des Nationasozialismus verboten wurde. In den 50er und 60er Jahren setzte ein regelrechter Gründungsboom von Montessori-Einrichtungen ein.



Die Montessori-Einrichtungen in Deutschland haben sich selbst in Landesverbänden organisiert. Der erste Landesverband wurde 1985 in Bayern gegründet, der vor allem als beratendes Organ beim Aufbau neuer Montessori-Einrichtungen konzipiert war. Inzwischen hat sich die Rolle des Landesverbandes dahingehend gewandelt, dass er jetzt auch als Mittler zwischen den Einrichtungen und der Politik auftritt. Mittlerweile haben fast alle Bundesländer ihre eigenen Montessori- Landesverbände.

Gründung und Aufgaben

Im Jahr 2004 haben die Montessori-Landesverbände dann den MDD, den Montessori-Dachverband Deutschland e. V. gegründet, der die Interessen der einzelnen Landesverbände bündeln und auf Bundesebene vertreten soll. Zu seinen Aufgaben zählen neben der Öffentlichkeitsarbeit und der Interessenvertretung auch die Entwicklung von Ausbildungsstandards für die Montessori-Ausbildung und die Qualitätsentwicklung von Montessori- Einrichtungen.