Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband – oft auch einfach Paritätischer oder Paritätischer Verein genannt – ist einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Wie die anderen Spitzenverbände (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland), ist auch der Paritätische Wohlfahrtsverband föderal organisiert. Das bedeutet, es gibt einen Dachverband und mehrere mehr oder weniger eigenständige Landesverbände. Im Fall des Paritätischen sind es 15 Landesverbände. Der Paritätische Wohlfahrstverband verfügt über etwa 10000 eigenständige Einrichtungen, Organisationen und Gruppierungen aus dem sozialen und gesundheitlichen Bereich. Im Bereich der Kinderbetreuung ist der Verband auch aktiv: Etwa 3800 Kindertagesstätten gehören ihm an, darüber hinaus auch zahlreiche Jugendberatungsstellen, Kinderschutzzentren, und Wohngemeinschaften für Kinder- und Jugendliche.



Leitmotiv

Der Grundgedanke, der hinter dem Paritätischen Verband steht, ist die Parität – die Gleichheit aller. Für seine Arbeit hat sich der Paritätische deshalb Toleranz, Offenheit und Vielfalt auf die Fahnen geschrieben. Er sieht sich als Mittler zwischen den Generationen und den verschiedenen Weltanschauungen. Als Grundlage dient hier auch der Gedanke der sozialen Gerechtigkeit: Jeder Mensch soll, unabhängig von seiner sozialen oder auch geografischen Herkunft die gleichen Chancen auf die Entfaltung seiner Persönlichkeit und ein Leben in Würde haben.

Entstehung

Der Paritätische Wohlfahrtsverband wurde nach dem Ersten Weltkrieg gegründet – damals noch als ein Zweckbündnis freier Krankenhausträger. Über die Jahre hinweg hat sich der Paritätische immer weiter entwickelt und ist heute einer der wichtigsten Verbände in der Freien Wohlfahrtspflege. Der Paritätische Wohlfahrtsverband bezeichnet sich selbst als „größter Dachverband von Selbsthilfeinitiativen im Gesundheits- und Sozialbereich“.