Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.

Im Jahr 1969 haben sich die damals 69 Waldorfkindergärten aus aller Welt zu der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten zusammengeschlossen. Das Ziel dieses Zusammenschlusses war es, Antworten auf bestimmte Bildungs- und Erziehungsfragen zu finden und sich gegenseitig bei der Arbeit zu unterstützen, zu helfen und zu beraten. Inzwischen sind in der Vereinigung 1600 Waldorf-Kindergärten aus 64 Ländern quer über den Globus verteilt organisiert. Die Hauptaufgabe des Zusammenschlusses ist die Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern und die Organisation von Tagungen und Kongressen auf dem Gebiet der Waldorf-Pädagogik.



Waldorfpädagogik

Die Waldorfpädagogik geht zurück auf Rudolf Steiner, der für die Kinder der Arbeiter der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik in Stuttgart 1919 einen Kindergarten gründete. Grundlage für diese Pädagogik ist das Prinzip der Nachahmung. Kinder lernen nach Ansicht der Waldorfpädagogen in erster Linie dadurch, dass sie nachmachen, was ihnen vorgelebt wird. Vor allem Beziehung, Freude und Bewegung spielen bei der Erziehung nach der Waldorfpädagogik auch schon im Kindergarten eine große Rolle. Durch das Spielen sollen deshalb die Kinder in den Waldorfkindergärten lernen und das Gelernte behalten.

Eine Abwechslung von Ruhe- und Aktivitätsphasen sowie ein klar strukturierter Tagesablauf sind wesentliche Bestandteile der Erziehung in einem Waldorfkindergarten. Nach Ansicht der Waldorf-Pädagogen gibt dieser feste Ablauf den Kindern Sicherheit und Ruhe, da sie sich darauf verlassen können, dass am folgenden Tag alles wieder so ist, wie sie es gewohnt sind.